SG Riehen

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Riehen deklassiert den Schweizermeister!

Geschrieben von Bob Chessman Montag, den 10. September 2018 um 20:17 Uhr
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Der Start nach der Sommerpause beginnt mit einem Paukenschlag: Riehen besiegt in der NLA zuerst den Aufsteiger Echallens und dann den amtierenden Meister und Tabellenführer gleich mit 7-1, ein absolutes Debakel für die in Bestformation angetretenen Winterthurer. Auch Riehen 2, 3, 4 und 5 gewinnen allesamt, ein herausragender Start nach der Sommerpause.

In der ersten der beiden Doppelrunden hatte Riehen zuerst zu Hause gegen Echallens anzutreten. Es entwickelte sich ein harter Kampf und schlussendlich der erwartete Sieg gegen den Aufsteiger. In der folgenden Runde wartete dann der amtierende Meister Winterthur, der sich mit dem Weltklassespieler Pentala Harikrishna verstärkt hatte, der Nummer 19 der Weltrangliste! Bisher hatten sie souverän aufgetrumpft und sich an die Spitze der Tabelle gesetzt, mit einem Mannschaftspunkt und mehreren Einzelpunkten Vorsprung. Wollte Riehen noch um den Meistertitel mitspielen, so war dies einzig mit einem Sieg gegen den Leader denkbar. Gut vorbereitet und mit einem klaren Siegeswillen machten sich die Riehener auf den Weg. Der Wettkampf entwickelte sich erwartungsgemäss ziemlich ausgeglichen. Doch in der vierten Stunde brachen die Winterthurer ein: Zuerst konnte Olivier Renet einen Sieg vermelden, dann folgte es Schlag auf Schlag. Als dann auch noch der Winterthurer Georgiadies eine vorteilhafte, jedoch sehr komplizierte Stellung in den Verlust vergab, war es passiert. Ein solches Debakel hat ein amtierender Meister in der Geschichte der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft noch nicht erlebt, ein 7-1 ist ein eigentlich praktisch undenkbares Resultat.

Riehen hat sich dadurch auf den zweiten Platz vorgeschoben, lediglich einen halben Einzelpunkt hinter der führenden Mannschaft von Genf zurück. Da die direkte Begegnung noch aussteht, ist alles noch offen. Theoretisch können noch 5 (!) Mannschaften Meister werden, allerdings hat Zürich lediglich noch eine theoretische Chance. Luzern hat das mit Abstand leichteste Schlussprogramm und wird wohl die vier Mannschaftspunkte erzielen. Riehen trifft noch auf Zürich und auf Genf, für Hochspannung ist gesorgt!

In der NLB konnte Riehen 2 einen weiteren Sieg erringen und befindet sich in der Spitzengruppe, wobei ein Aufstieg nicht möglich ist. Auch Riehen 3 brillierte mit einem weiteren Sieg. Die Qualifikation für ein Aufstiegsspiel liegt in Griffweite, doch voraussichtlich wird darauf verzichtet werden, da eine NLA-Mannschaft und 2 NLB-Mannschaften dann doch des Guten zu viel und nicht mehr bewältigbar wäre. Riehen 4 überholte in der 2. Liga mit dem knappen Sieg seinen Gegner und steht jetzt auf einem Podestplatz (Rang 3). Obwohl der Gegner an jedem Brett stärker besetzt war, gelang dem ebenfalls in der zweiten Liga spielende Riehen 5 ein eindrücklicher Sieg. Das war ein grosser Schritt Richtung Ligaerhalt.

Bericht: Peter Erismann

 

Bob Chessman

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