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Riehen holt Bronze /mit Bericht der RIEHENER ZEITUNG

Geschrieben von Bob Chessman Montag, den 29. Oktober 2018 um 21:55 Uhr
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Link zum Bericht der Riehener Zeitung

Der Schachklub Luzern ist zum zweiten Mal nach 1991 Schweizer Mannschaftsmeister. Die Innerschweizer blieben an der dramatischen Nationalliga-A-Doppelschlussrunde in Lausanne als einzige der fünf Titelanwärter zweimal siegreich. Riehen spielte 4-4 sowohl gegen Rekordmeister Zürich als auch gegen den Tabellenführer Genf.
Die schärfsten Konkurrenten von Luzern gaben alle Punkte ab. Riehen und Zürich nahmen sich in der 8. Runde mit einem 4:4-Unentschieden gegenseitig aus dem Titelrennen, während Winterthur im gleichen Durchgang mit einer 2½:5½-Niederlage gegen Genf alle Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung einbüsste.
Genf seinerseits hätte in der Schlussrunde mit einem Sieg gegen Riehen aus eigener Kraft zum fünften Mal Meister werden können. Doch trotzdem sie über eine unglaublich starke Mannschaft mit 6 Grossmeistern verfügen kamen die Genfer nicht über ein eher noch als glücklich zu bezeichnendes 4:4-Unentschieden hinaus, wurden vom punktgleichen, aber anderthalb Einzelpunkte mehr aufweisenden Luzern in letzter Minute noch abgefangen und wurden auf Rang 2 verwiesen. Bronze ging somit einmal mehr an Riehen.
Gegen Zürich hatten die Riehener etwas Glück in Anspruch nehmen müssen, während gegen Genf ein Sieg möglich gewesen wäre. Mit Abstand die beste Saisonleistung erzielte der neu bei Riehen spielende österreichische Spitzen-Grossmeister Ragger, der sich ausgezeichnet ins Team eingelebt hat. Ebenso gut integriert wurde IM Dennis Breder, was ausgezeichnete Zukunftsaussichten für Riehen mit sich bringt.  
Ebenso dramatisch wie das Titelrennen ging der Kampf gegen den Abstieg aus. Nachdem das punktelos gebliebene St. Gallen schon tags zuvor auf direktem Weg abgestiegen war, erwischte es in der Schlussrunde auch Mendrisio. Die 2016 aufgestiegenen Tessiner hätten gegen das punktegleiche, jedoch 2½ Einzelzähler mehr aufweisende Echallens in der Schlussrunde gewinnen müssen, spielten aber nur 4:4 unentschieden.

Nationalliga A, 8. Runde
Zürich - Riehen 4:4 (Pelletier - Ragger ½:½, Bauer - Heimann ½:½, Vogt - Renet ½:½, Hug - Breder ½:½, Brunner - Georgiadis ½:½, Mutschnik - Cvitan 0:1, Jon. Rosenthal - Turdyev 1:0, Friedrich - Haag ½:½), Luzern - Echallens 7:1, Wollishofen - Réti Zürich 4:4, St. Gallen - Mendrisio 2½:5½, . Winterthur - Genf 2½:5½.
Nationalliga A, 9. Runde
Genf - Riehen 4:4 (Kryworuschko - Heimann ½:½, Fontaine - Ragger 0:1, Vernay - Renet 1:0, Petrow - Cvitan ½:½, Sokolow - Breder ½:½, Riff - Georgiadis ½:½, Miralles - Haag 1:0, Burri - Turdyev 0:1), Winterthur - Zürich 3½:4½,  Réti - Luzern 1½:6½, Wollishofen - St. Gallen 8:0, Mendrisio - Echallens 4:4.

NLA-Schlussrangliste nach 9 Runden
1. Luzern 15 (49/Schweizer Meister). 2. Genf 15 (47½). 3. Riehen 14 (45½). 4. Zürich 13 (41½). 5. Winterthur 11 (43). 6. Réti Zürich 9 (38). 7. Wollishofen 7 (35). 8. Echallens 3 (24½). 9. Mendrisio 3 (22/Absteiger). 10. St. Gallen 0 (14/Absteiger).

Die erfolgreichsten Punktesammler in der NLA
IM Clovis Vernay (Genf) 7 Punkte aus 9 Partien, GM Nikita Petrow und IM Gabriel Gähwiler (Winterthur) je 6½/8, GM Yannick Pelletier (Zürich) und GM Mihajlo Stojanovic (Réti) je 6½/9, GM Markus Ragger (Riehen) 6/7, GM Noël Studer (Luzern), GM Jean-Noël Riff (Genf) und IM Ralph Buss (Echallens) je 6/8, GM Florian Jenni, IM Dennis Kaczmarczyk (beide Winterthur), IM Ioannis Georgiadis (Riehen) und FM Matthias Gantner (Réti) je 6/9, FM Davide Arcuti (Luzern) 5½/6, GM Ognjen Cvitan (Riehen) 5½/7.

Bericht: Peter Erismann

Zuletzt geändert am: Mittwoch, den 07. November 2018 um 14:30 Uhr
Bob Chessman

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