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SMM 2. Liga, Runde 2: Knapper Sieg von Riehen 4 und ein Comeback

Geschrieben von Bob Chessman Mittwoch, den 10. April 2019 um 11:38 Uhr
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Ein mehr als gelungenes Comeback!

Als Marco Chevalier uns beim Abendessen erzählte, dass seine letzte gewertete Partie aus dem Jahr 2013 datiert, hätte wohl kaum jemand damit gerechnet, dass gerade er den entscheidenden Punkt markieren würde. Aber genauso kam es, doch der Reihe nach:

Wilfried Burkhardt und der Schreibende konnten beide mit Schwarz gegen leicht stärker klassierte Gegner ausgleichen und brachten je einen halben Punkt ins Trockene.
Als auch Ivo als dritter Schwarzspieler mit einem Remisangebot bedacht wurde, hätte ich ihm wohl raten sollen, es anzunehmen!? Dies umso mehr als er wohl noch die lange Zahnoperation vom Vortag spürte. Prompt stellte er danach einen Bauern ein und musst in einem Endspiel mit 4 Läufern noch lange auf die „Zähne beissen“, bis das Remis gesichert war.
In der Zwischenzeit hatte Marco Chevalier seinem Gegner mit einer schönen Kombination die Dame abgeluchst und konnte mit Dame und Läufer gegen die zwei gegnerischen Türme spielen. In der Zeitnotphase stellte er sich etwas passiv auf und schaffte es sicher bis Zug 36. Danach nahm er sich genügend Zeit, aktivierte seinen Läufer und als dieser auf f5 seinen Platz gefunden hatte rückte die Dame nach, was den Gegner zur Aufgabe zwang.
Peter Polanyi hatte gegen seinen unorthodox spielenden Gegner am Damenflügel einigen Druck, den er mit einem temporären Bauernopfer noch erhöhte. Es kam dann allerdings auf der einzigen offenen Linie zu einem Generalabtausch und im daraus entstandenen Springerendspiel mit langen Bauernketten konnte keiner der beiden einen ernsthaften Gewinnversuch unternehmen.
René Deubelbeiss opferte Ausgangs Eröffnung einen Bauern und als drohte, einen zweiten ohne nennenswerte Kompensation zu verlieren, musste er seine ganze Schlitzohrigkeit aufbieten, um im Spiel zu bleiben. Er gab einen Läufer für ein paar Bauern und spielte in der (zumindest für mich) unübersichtlichen Stellung besser als sein Gegner. Am Schluss resultierte ein Endspiel mit 2 starken Freibauern für die Figur und es war nur noch René, der auf Gewinn spielen konnte. Er verzichtete im Interesse der Mannschaft auf dieses Risiko und sicherte uns mit einer Zugwiederholung den knappen Mannschaftssieg, Merci!

Eine geschlossene Mannschaftsleistung mit einem mehr als gelungenen Comeback von Marco als Matchwinner!

Roche 1   (1952) -  Riehen 4  (1973)   2.5-3.5

Marcel Joray (2091) -   Robert Luginbühl (2060)   remis
Markus Hänggi (2009) - René Deubelbeiss  (2010) remis
Josef Koch (1968) -  Ivo Berweger (1994) remis
Christoph Nimptsch (1762) - Marco Chevalier (1891) 0–1
Ulrich Nyffeler (1884) - Wilfried Burkhardt (1850) remis
Carlo Bernasconi (1995) - Peter Polanyi (2030) remis

Bericht: Röbi Luginbühl

Bob Chessman

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