Bob Dylan spielt Schach!

Wie Ihr alle wisst, hat der amerikanische Singer-Songwriter Bob Dylan (*1941) den Literaturnobelpreis 2016 erhalten. «Ob ich den Preis annehme? Selbstverständlich. Die Auszeichnung ehrt mich sehr», zitierte das Nobelpreiskomitee Bob Dylan in einer am 29. Oktober 2016 verbreiteten Erklärung. Allerdings ging Dylan nicht nach Stockholm, um den Preis persönlich entgegen zu nehmen.

Nur wenige wissen, dass Bob Dylan auch ein passionierter Schachspieler ist. Dylan lebte 1964 in New York, von dort reiste er ab und zu nach dem 270 Meilen entfernten Woodstock, um in aller Ruhe neue Songs zu schreiben. Der Fotograf Daniel Kramer begleitete Dylan damals ein Jahr lang und machte Aufnahmen in den Studios und von verschiedenen Alltagsszenen. Kramer wollte jeweils auch in Woodstock einige Aufnahmen machen, aber Dylan wollte nicht irgendwelche gestellten Fotos. Einmal war es gerade Zeit für einen Lunch und Dylan ging wie so oft zum «Bernard’s Café Espresso», einem beliebten Lokal. Er spielte dort nach dem Essen auch manchmal Schach mit seinem Roadmanager Victor Maymudes, so auch an jenem Tag. Kramer machte davon eine ausgiebige Fotostrecke, eine Aufnahme seht Ihr unten. Die junge Frau und ihr Sohn, die kiebitzten, waren Einheimische, die Dylan gut kannte.

Viele Jahre später (1984), machte der Musiker Bono der Band «U2» ein Interview mit Dylan. Unten ist ein kleiner Ausschnitt daraus, in dem es um Schach geht:

Bono: «Chess, do you play chess?» Dylan: «Yeah, I play chess. Are you a chess player?» Bono: «I am a chess player.» Dylan: «I’m not that good actually.» Bono: «I’ll challenge you to a game of chess.» Dylan: «I don’t have it right now actually, I just don’t have one on me, but the next time you see me!» Bono: «Oh, you can get these little ones you know, that you can carry around». Dylan: «Yeah, I take them on tour all the time, but nobody in the band will play me.» Bono: «Really?» Dylan: «Yeah, they say it’s an ego trip. They say I want to win, I don’t want to win, I just like to play.» […] Bono: «What’s your opening game?» Dylan: «My opening game, you mean king’s pawn up two – and all that? I don’t know.» Bono: «You just takes it as it comes.» Dylan: «Yeah. I don’t really play that seriously.» […] Dylan: *Somebody may have a chess game here.» Bono: «I’d love to play.» And then, just as they were on the search for a chessboard, Van Morrison entered the room and spoilt everything!

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