Max Ernst und die Passion des Schachspiels

Man Ray und Max Ernst beim Schachspiel, mit dem Figuren von Man Ray

Max Ernst war seit jeher vom Schachspiel fasziniert. Er war ein begeisterter und guter Spieler. Er teilte seine Passion mit seiner letzten Ehefrau, Dorothy Tanning und mit seinem Freund, Marcel Duchamp. Auch mit Man Ray spielte er ab und zu Schach.

Ueber das Verständnis des Spiels hinaus war er fasziniert über die Symbolik jeder Figur und über die graphischen Linien, die aus ihren Bewegungen entstanden. Er sah in einer Schachpartie eine lebende Skulptur, in der sich die Formen jeder Figur wie in einem metaphysischen Tanz begegnen.

So begann er 1929, bevor er richtig mit der Bildhauerei anfing, erste Figuren zu formen, eine Art surrealistische Modelle von Schachfiguren, einige davon in Bronze gegossen. Im Jahre 1944 nahmen seine Versuche mit der Symbolik der Schachfiguren eine neue Dimension an. Jede Figur wurde zunächst in 10 Exemplaren in Ton geformt. Zum Schluss gelang ihm die Schaffung eines kompletten Spiels aus Holz, in einer ganz aussergewöhnlichen Qualität.

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