An einem feuchtkalten Dienstagabend trafen sich 12 unentwegte Schachspieler zum Wettkampf im frisch gestrichenen Feuerwehrkeller der Roche und es war eine offene Frage, wer die Farbdämpfe besser vertragen würde:
Am ersten Brett gelang es dem Schreibenden mit Schwarz guten Ausgleich zu erreichen und am Königsflügel die schwarzfeldrigen Schwächen seines Gegners anzugreifen. Nach dessen etwas ungenauer Verteidigung resultierten eine Qualität und ein Bauer ohne nennenswerte Kompensation. Nachdem dann auch noch ein schwarzer Turm am Damenflügel eindringen konnte, war die Partie entschieden.
An Brett zwei spielte Stephan gewohnt solide und hatte immer einen kleinen (Raum-) Vorteil aufzuweisen. Sein Gegner tauschte jedoch konsequent alles ab, was auf e5 auftauchte und ein Remis mit allen Schwerfiguren war die logische Folge.
Am dritten Brett spielte Rolf gegen den sich in starker Form befindlichen Markus Hänggi einen «Franzosen», den er so zum ersten Mal auf dem Brett hatte. Die Stellung bot beiden Seiten gute dynamische Chancen, wobei Weiss mit einer Mehrqualität aus den Komplikationen herauskam. Rolf kämpfte zwar noch hartnäckig und einfallsreich, musste die Waffen aber strecken, als Weiss einen entfernten Freibauern auf der b-Linie dem Umwandlungsfeld entgegenschickte.
Wolfgang tat sich an Brett vier schwer, gegen den Grünfeld-Inder seines Gegners etwas Zählbares zu erreichen. Nach Öffnung des Zentrums und entsprechend vielen Figurentauschen machte er noch einige Gewinnversuche im Endspiel mit Turm und ungleichfarbigen Läufern. Da ihm schon den ganzen Abend der Schädel brummte (Farbdämpfe?) einigte er sich schliesslich noch vor der grossen Zeitnotphase auf Remis.
An Brett fünf konnte Frank im Mittelspiel zwei Leichtfiguren für einen Turm ergattern und es sah lange Zeit gut aus. Entgegen dem, was wir von Gregor gelernt haben, war es aber die Turmseite, die einen Angriff auf dem gegnerischen König lancierte und nach einer Unachtsamkeit des Rieheners geriet er in eine unhaltbare Stellung und musste die Waffen strecken.
Einen umgekehrten Verlauf nahm an Brett sechs die Partie von Dario gegen einen deutlich besser klassierten Gegner. Er griff den gegnerischen König kompromisslos an, traf allerdings auf harten Widerstand und landete in einem Schwerfigurenendspiel mit Minusbauern. Dort fand er sich aber besser zurecht als sein Gegner und nahm ihm sehr schön einen Turm ab, wonach die Partie entschieden war. Bravo!
Roche (1921) – Riehen (1908) 3 – 3
Marcel Joray (2024) – Robert Luginbühl (2080) 0 – 1
Andreas Kuglstatter (2000?) – Stephan Schmahl (2001) remis
Markus Hänggi (1915) – Rolf Ernst (1897) 1 – 0
Kurt Glatzfelder (1897) – Wolfgang Brait (1993) remis
Ulrich Nyffeler (1848) – Frank Schambach (1850) 1 – 0
Burkhard Golf (1840) – Dario Wachholz (1624) 0 – 1
Bericht: ML a.i. Robert Luginbühl