Riehen verteidigt den Schweizermeistertitel erfolgreich

Mit einem 6-2 Sieg gegen Zürich sichert sich Riehen bereits eine Runde vor Schluss den Meistertitel. Damit ist Riehen zum dritten Mal nacheinander Meister. Zweiter wurde Winterthur, Absteiger sind Mendrisio und Tribschen.

Die Ausgangslage war klar: Riehen musste aus den zentral ausgetragenen letzten beiden Runden noch zwei Mannschaftspunkte erzielen, um den Titel erfolgreich verteidigen zu können. Mit Zürich und Genf als Gegner wartete jedoch ein sehr schwieriges Restprogramm. Zuerst ging es gegen den ewigen Rivalen Zürich, den Rekordmeister. Sie hatten in dieser Saison Schwächen gezeigt und keine Titelchancen mehr. Zürich trat mit ihrer Standardmannschaft an, bei Riehen fehlte Ioannis Georgiadis, der mit dem Junioren Moritz Collin ersetzt wurde. Der Wettkampf entwickelte sich erwartungsgemäss sehr offen, alles schien möglich. Dorian Jäggi spielte ziemlich riskant und stand auf Verlust, doch die Stellung war kompliziert und hochgradig taktisch. Sein Gegner hätte alles auf die Karte Angriff setzen müssen und einen zusätzlichen Bauern opfern. Doch er schreckte davor zurück, womit der Riehener die Stellung vereinfachen und schlussendlich gar noch gewinnen konnte. Das war der kritische Punkt des Wettkampfes, danach war es eigentlich gelaufen, der Sieg war absehbar. Dass er dann gar noch sehr hoch ausfiel ist darauf zurück zu führen, dass die Riehener über ein deutlich besseres Durchhaltevermögen verfügten. So konnte Gregor Haag seine nur leicht bessere Endspielstellung noch in einen Vollerfolg verwandeln und Dennis Breder konnte mirakulös seinen Kopf aus der Schlinge ziehen. Zur grossen Erleichterung aller Riehener war der Titelerhalt somit bereits vor der letzten Runde sichergestellt, dadurch war der Wettkampf gegen Genf nicht mehr unter der gleichen Hochspannung wie befürchtet. Riehen verlor ihn am Sonntag nach wechselhaftem Verlauf knapp und mit etwas Pech, wobei man festhalten muss, dass im Jahr zuvor die Genfer nur mit etwas Glück hatten besiegt werden können.  Riehen hat nun 26 (!) Wettkämpfe nacheinander gewonnen, eine unglaubliche Serie, die auch einmal zu Ende gehen musste.

Nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison, das nächste Jahr wird bereits geplant. Da sich der Junior Moritz Collin äusserst erfreulich entwickelt hat, kann er für die nächste Saison ins Stammkader aufrücken. Riehen hatte während des Jahres 2025 lediglich 9 Spieler eingesetzt, was generell grosse Beachtung fand. Die Kontinuität und der Mannschaftszusammenhalt sind wichtige Erfolgsfaktoren.

Europäischer Klubcup vom 19. bis 25. Oktober in Rhodos

Sieben der neun erwähnten Spieler haben ihren nächsten Einsatz schon bald in Rhodos. Zwar wird es kaum für einen Medaillenrang reichen, da praktisch die ganze Weltelite am Start ist, so auch der amtierende Weltmeister Gukesh aus Indien, er führt das rumänische Team Superchess an. Doch ein Platz im vordersten Drittel liegt durchaus in Reichweite. Alle Resultate können verfolgt werden auf: https://s2.chess-results.com/tnr1250658.aspx?lan=0&SNode=S0. Die Spitzenpaarungen werden zudem live übertragen werden auf Lichess: https://lichess.org/de/broadcast

Bericht: Peter Erismann

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