Riehen ist erneut Schweizermeister!

Riehen verteidigt seinen Schweizermeistertitel erfolgreich und gewinnt alle neun Wettkämpfe der laufenden Saison. Silber gewinnt Genf, Bronze geht an Zürich, Absteiger sind Bern und Bodan Kreuzlingen.

Riehen ging als Tabellenführer in die zentral in Glarus ausgetragene Doppel-Schlussrunde, der Vorsprung auf Zürich betrug zwei Mannschaftspunkte. Doch die Direktbegegnung gegen Zürich stand noch an, somit war alles offen. Zuerst stand der Wettkampf gegen Winterthur auf dem Programm, ein schwieriger Gegner, der fast in Bestbesetzung antrat und auf seinen spanischen Grossmeister Santos Ruiz zählen konnte. Erwartungsgemäss entwickelte sich der Wettkampf äusserst zäh, alles schien möglich. Starke Partien lieferten insbesondere Dennis Breder und Gregor Haag ab, sie konnte Vollerfolge vermelden. Doch Ioannis Georgiadis griff in komplizierter Stellung fehl, und Olivier Renet stand mit dem Rücken zur Wand. Als er in den Remishafen einlaufen konnte, war der mühsam errungene Arbeitssieg dennoch erreicht. Da Zürich souverän gegen Luzern gewann, entwickelte sich somit alles erwartungsgemäss, es kam in der letzten Runde zu einem Showdown zwischen dem amtierenden Meister Riehen und dem Rekordmeister Zürich.

Die Taktik von Riehen war klar: Die vier Spieler mit Schwarz hatten den Auftrag, solide zu spielen und keine grossen Risiken einzugehen, während die Weissspieler Druck ausüben mussten. Dies gelang denn auch hervorragend, kein einziger Riehener Spieler lief in diesem Wettkampf je Gefahr, seine Partie zu verlieren. Und alle vier Weissspieler konnten Druck aufbauen, insbesondere die Partie von Dennis Breder war sehenswert, mit seinem unkonventionellen Stil dominierte er seinen Gegner von Anfang an. Auch Adrien Demuth überzeugte, als seinem Gegner dann noch ein Fehler unterlief, was alles bereits entschieden. Die beiden restlichen Weisspartien standen ebenfalls besser für Riehen, konnten jedoch nicht zum Sieg verdichtet werden. Zürich hatte in diesem Wettkampf nicht den Hauch einer Chance und wurde souverän dominiert. Damit hat Riehen wie schon im Vorjahr alle neun Wettkämpfe gewonnen und den Titel souverän verteidigt.    

Das Erfolgsgeheimnis von Riehen war ganz einfach so, dass alle neun Stammspieler sich in sehr guter bis ausgezeichneter Form befanden und somit alle ihren Teil zum Erfolg beitrugen, ebenso wie die Ersatzspieler.

Nationalliga A 8. Runde

Riehen – Winterthur 4½:3½ (Santos Ruiz – Demuth ½:½, Ragger – N. Georgiadis ½:½, I. Georgiadis – Kaczmarczyk 0:1, Breder – Hasenohr 1:0, Haag – Ballmann 1:0, Renet – Georgescu ½:½, Jäggi – Schlegel ½:½, Brunner – Gattenlöhner ½:½), Zürich – Luzern 5½:2½, Bodan Kreuzlingen – Genf 1½:6½, Mendrisio – Réti Zürich 3:5, Schwarz-Weiss Bern – Wollishofen 4:4.

Nationalliga A, 9. Runde

Zürich – Riehen 3:5 (Bauer – Heimann ½:½, Pelletier – Ragger ½:½, Petkidis – Georgiadis ½:½, L. Brunner – Demuth 0:1, Fecker – Renet ½:½, Vogt – N. Brunner ½:½, Fischer – Haag ½:½, Grünenwald – Breder 0:1), Winterthur – Luzern 3½:4½, Genf – Mendrisio 6:2, Réti Zürich – Wollishofen 5:3, Bodan – Schwarz-Weiss Bern 6½:1½.

NLA-Schlussrangliste nach 9 Runden

1. Riehen 18 (47/Schweizer Meister). 2. Genf 15 (46). 3. Zürich 14 (44½). 4. Réti Zürich 11 (41). 5. Wollishofen 7 (35½). 6. Winterthur 7 (35). 7. Mendrisio 7 (30½). 8. Luzern 5 (29). 9. Bodan Kreuzlingen 3 (27½/Absteiger). 10. Schwarz-Weiss Bern 3 (24/Absteiger).

Die erfolgreichsten Punktesammler in der NLA

IM Nicolas Brunner (Riehen) und FM Aurelio Colmenares (Genf) 7 Punkte aus 9 Partien, IM Daniel Fischer (Zürich) 6½/8, GM Christian Bauer (Zürich) und Jürgen Fend (Wollishofen) je 6½/9, GM Andreas Heimann (Riehen), IM Yohan Benitah und IM Quentin Burri (beide Genf) je 6/8, GM Sebastian Bogner (Réti), IM Gabriel Gähwiler (Luzern), IM Dennis Kaczmarczyk (Winterthur) und IM Dennis Breder (Riehen) je 6/9, IM Ilja Mutschnik (Zürich) 5½/6, GM Ognjen Cvitan (Riehen) und IM Theo Hommeles (Bodan) je 5/7.

Einzelbilanz Riehen

IM Nicolas Brunner 7 Punkte aus 9 Partien, IM Dennis Breder 6/9, GM Adrien Demuth 5/9, GM Andreas Heimann 6/8, FM Gregor Haag 5½/8, IM Ioannis Georgiadis 5/8, GM Ognjen Cvitan 5/7, GM Markus Ragger 4/6, FM Dorian Jäggi 1½/3, GM Olivier Renet 1½/4, FM Mathias Rüfenacht ½/1.

Bericht: Peter Erismann

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